Mittwoch, 26. Februar 2014

Best Ramen in Berlin - Makoto Japanische Nudeln

eingang restaurant makoto berlin
Seit meiner Zeit in Japan bin ich ein riesiger Fan von Ramen, also von japanischer Nudelsuppe. Ramen ist in Japan so etwas wie Fastfood. Nudelsuppenküchen gibt es an jeder Ecke und sie haben häufig rund um die Uhr geöffnet. Wenn man in Deutschland nach einer durchzechten Nacht den nächsten Döner-Imbiss aufsucht, landet man in Japan gerne vor eine dampfenden Nudelsuppe gegen 5 Uhr in der Früh.

So sehr ich Hamburg auch liebe und so viele asiatisch-kulinarische Möglichkeiten die Stadt auch bietet, ein gutes, authentisches Ramen-Restaurant ist leider nicht dabei. Umso erfreuter war ich, als ich vor ein paar Jahren bei einem Berlinbesuch über das Makoto in Berlin Mitte gestolpert bin. Seitdem darf bei einem Wochenende in der Hauptstadt auch ein Besuch im Makato nicht fehlen.

Sobald der rote Lampion am Eingang leuchtet und damit anzeigt, dass das Restaurant geöffnet ist, ist der Laden voll. Es gibt nicht viele Tische und auf einen freien Platz muss man fast immer warten, aber das Warten lohnt sich. Am Eingang erwartet den hungrigen Gast ein typisch japanischer Anblick in Form eines Schaukastens mit jeder Menge Plastikessen und Merchandiseartikeln verschiedenster Manga und Anime. Ein etwas genauerer Blick sei bei jedem Besuch empfohlen, um die Zeit des Wartens zu überbrücken, denn wie bei einem Wimmelbild gibt es jedes Mal etwas Neues zu entdecken.
Schaukasten am Eingang des Makoto, Berlin
Soweit ich das erkennen kann ist das gesamte Personal Japanisch und manchmal kommt man mit Englisch weiter als mit Deutsch, was ich persönlich irgendwie sympathisch finde. Eine nette Bedienung geleitet den hungrigen Gast schließlich an seinen Platz und überrreicht die Speisekarte, auf der es dann weitaus mehr Gerichte zu entdecken gibt als "nur" japanische Nudelsuppe.

Gerade für Einsteiger ist eine der Lunch- bzw. Dinner-Kombos sehr zu empfehlen, denn damit gibt es nicht nur Ramen sondern auch eine leckere Vorspeise wie beispielsweise Gyoza, also gebratene Teigtaschen gefüllt mir Hackfleisch und Gemüse. Kostenpunkt ist um die 10,- €, worüber man wirklich nicht meckern kann. Überhaupt ist das Preis-Leistungs-Verhältnis im Makoto sehr zufriedenstellend, besonders wenn man eigentlich Hamburger Preise gewöhnt ist.
Miso Ramen, Makoto, Berlin
Aber kommen wir wieder zur Nudelsuppe. Ramen ist nichts für Vegetarier, denn die Brühe basiert grundsätzlich auf Fleisch. Laut Homepage des Makoto ist das Schweinfleisch und -knochen. Desweiteren gibt es drei Grundtypen. Mein absoluter Top-Favorit ist Miso Ramen (siehe oben). Bei der Brühe, die als Basis von Miso Ramen verwendet wird, sind fermentierte Sojabohnen geschmacksbestimmend. Im Gegensatz dazu ist beim Shoyu Ramen (siehe unten) der Geschmack von japanischer Sojasoße vorherrschend und beim Shio Ramen der von Fisch- und Meeresfrüchten.

Typische Beilagen in jeder Nudelsuppe sind Chashu, gekochtes bzw. gebratenes Schweinefleisch, das zugeben immer recht fettig ist, Lauchzwiebeln, Nori, also gerösteter Seetang, Spinat, Sesam und Sojasprossen. Man kann noch weitere Toppings dazu bestellen, wenn man möchte, wie z.B. Shrimps, Mais oder Tofu. Dann gibt es noch diverse Variationen der drei Grund-Nudelsuppen von Curry Ramen über scharfen Toku Miso Ramen mit Hackfleisch und viel Chili bis hin zu Wantan Ramen.

Die Nudeln sind, soweit ich es erkennen kann und wie es sich gehört, frisch. Ob sie auch hausgemacht sind kann ich leider nicht beurteilen und der Blick über die Theke in die Küche hat mich der Antwort auf dieser Frage leider auch noch nicht näher gebracht.
Shoyu Ramen, Makoto, Berlin
Ich habe es bisher noch nicht geschafft, mich durch alle Varianten hindurch zu probieren, von den übrigen Gerichten auf der Karte ganz zu schweigen. Miso Ramen ist aber auch sooo lecker, dass ich mir jedes Mal erneut denke, dass ich schließlich auch beim nächsten Mal eines der anderen Gerichte ausprobieren könnte.

Jedem Berlinbesucher, der einen kulinarischen Ausflug in die japanische Küche wagen möchte, ohne einmal den Erdball umrunden zu müssen, sei das Makoto in Berlin jedenfalls wämstens empfohlen. Das Makoto liegt ziemlich zentral zwischen den U-Bahn-Stationen "Weinmeisterstraße" und "Ros-Luxemburg-Platz" in der Alte Schönhäuser Str. 13. Fußläufig ist es damit auch nicht weit vom Alexanderplatz entfernt. Sonntags hat das Makoto allerdings geschlossen, was man besonders bei einem Wochenendtripp nach Berlin im Hinterkopf behalten sollte.
Tresen im Makoto, Berlin
Ein winzig kleiner Wehmutstropfen bleibt. Für die leckeren, gekochten Soja-Eier, die ich aus Japan als Topping für Ramen kenne, gibt es leider kein Pendant im Makoto. Das ist bei der Qualität der Nudelsuppen dort allerdings zu verschmerzen.
Ich wünsche guten Appetit! Itadakimasu!