Dienstag, 9. Juli 2013

Chinesisches Frühstück im China King, Hamburg

Hamburg, Sonntagmorgen. Naja, eigentlich ist es 12 Uhr, also bereits Mittag, trotzdem sind wir zum Frühstücken verabredet. Zum chinesischen Frühstück auf Shanghaier Art, um genau zu sein, und ich freue mich schon das gesamte Wochenende darauf.

Für ein original Shanghaier Frühstück sucht man in Hamburg das China King auf. Das Restaurant befindet sich in Eimsbüttel nahe der U-Bahnstation Schlump in der Schäferkampsallee 41. Ein gutes Zeichen beim Besuch eines Chinarestaurants ist, wenn dort auch viele Chinesen und nicht nur Deutsche essen gehen. Dies trifft auf das China King sowohl zum Frühstücken als auch zum Abendessen zu. Die Küche ist authentisch (was mir mein chinesischer Freundeskreis bestätigen kann) und sehr, sehr lecker, weswegen das China King zu einem meiner Lieblingsrestaurants in Hamburg zählt. Total schade, dass das Restaurant keine eigene Homepage besitzt, ich hätte wirklich gerne verlinkt.

Chinesisches Frühstück ist warm, sehr teig- und fleischhaltig und daher nicht unbedingt für Vegetarier geeignet. Im China King hat man die Auswahl zwischen einer Menge gebratener, frittierter, gedämpfter und gekockter Teilchen (wie Dim Sum, nur eben zum Frühstück) oder man entscheidet sich für eines von zwei Frühstücksmenüs, die jeweils eine gute Mischung an Leckereien bieten und zwischen 7 € und 9 € kosten.

Chinesisches Frühstück im China King Hamburg, WanTan Suppe, eingelegtes Gemüse

Die Basis eines guten, Shanghaiischen Frühstücks ist eigentlich immer eine Suppe. Ich entscheide mich meistens für eine leckere und leicht pikante Wantan-Suppe mit selbstgemachten und sehr gut gefüllten Wantans. Wahlweise kann man aber auch auf Reissuppe oder süße bzw. herzhafte Sojasuppe (Sojamilch ist in diesem Fall wirklich unpassend) zurück greifen. Die Reissuppe gibt mit verschiedenen Zutaten, um ihr Geschmack zu verleihen, z.B. mit den berühmt berüchtigten 1000-Jahre-Eiern. Das mag ich sogar, obwohl ich den Geschmack nicht genau definieren kann, als Einsteiger der authentischen, chinesischen Küche sollte man vielleicht doch eher auf Ente o.ä. zurück greifen.

Reissuppe, eingelegter Tofu

Eine urtypische Shanghaier Spezialität sind Drachentäschchen (Xiao Longbao) und diese kann man rund um die Uhr essen. Sie sind mit Fleisch gefüllt und werden im Bambuskorb gedämpft, wobei in den Drachentäschchen eine leckere Brühe entsteht. Davon gibt es auch eine in Öl und Sesam gebratene Variante mit einem festeren, brötchenartigen Teig.

Drachentäschchen (Xiao Longbao) und andere Dim Sum

Diese langen, frittierten Teigstangen (deren chinesischer Name mir entfallen ist) haben recht wenig Eigengeschmack, sind aber ganz lecker, wenn man sie in die Sojasuppen taucht. Da ich jedoch nie eine Sojasuppe bestelle, verzichte ich meistens auch auf die Teigstangen.

Gebratene Teigtäschchen beim Chinesischen Frühstück

Einer meiner absoluten Favoriten sind Lo Bao, mit Fleisch gefüllte Brötchen, die ebenfalls gedämpft werden. Da kann man die Stäbchen getrost beiseite legen und wie bei der heimischen Stulle mit der Hand zugreifen. Und einfach abbeißen. Hm, lecker.

Und jetzt noch der Vollständigkeit halber: Das einzige Gemüse, das ich je beim Shanghaier Frühstück entdeckt habe, ist eingelegt und wird kalt serviert. Da finden sich Bohnen, evtl. Spinat und anderes grünes Gemüse, das ich allerdings nicht aus der heimischen Gemüsetheke kenne. Es bildete eine gute Abwechslung zum ansonsten, wie bereits erwähnt, sehr teigigen und fleischhaltigen Angebot.

Einen Besuch im China King kann ich übrigens zu jeder Tageszeit empfehlen. 
Guten Hunger wünsche ich!

Im Restaurant China King Hamburg

Mittwoch, 3. Juli 2013

Rezept: Matcha Eis und Sesam Eis

Auch wenn die Temperaturen aktuell nicht gerade Lust auf Eis machen, habe ich vergangenes Wochenende endlich einmal den Entschluss, mich an selbstgemachtem Eis zu versuchen, in die Tat umgesetzt.

Während meiner Zeit in Japan habe ich schwarzes Sesam Eis kennen und lieben gelernt. Um Matcha Eis, also Eis mit Grünteegeschmack, habe ich mich damals noch ein wenig gedrückt. Aktuell bekommt man Matcha Latte und Matcha Frappuccino jedoch an jeder Ecke, so dass ich dem Ganzen noch eine Chance geben wollte. Doch da es beide Eissorten hier in Deutschland nicht gerade in jedem beliebigen Supermakrt zu kaufen gibt, blieb mir nichts anderes übrig, als mir mein eigenes asiatisches Eis herzustellen. Und da kam die Gelegenheit, an einer Blogparade von Tchibo teilzunehmen und einige Produkte der kommenden Themenwelt "Lass dir den Sommer schmecken" zu testen, wie gerufen. Toll, dass ich dabei sein darf! Die Links zu den Produkten, die für die Blogparade von Tchibo zur Verfügung gestellt wurden, findet ihr übrigens am Ende dieses Posts.

Zurück zum Wichtigem, nämlich der Eiscreme: Also gab es diesen Sonntag Matcha Eis in einer Matcha Waffel und schwarzes Sesam Eis am Stiel mit Hilfe von vielfältigem Tchibo Zubehör.

matcha und schwarzer sesam eis

Für das Matcha-Eis benötigt man:

225 ml Milch
2 Eigelb
2 EL Feinstzucker
2 TL Matcha
90 ml heißes Wasser
225 g Sahne, halb steif geschlagen

Die Milch wird aufgekocht, während dessen schlägt man Eigelb und Zucker zu einer schaumigen Masse. Vorsichtig rührte man dann mit einem Schneebesen oder einem elektrischen Rührer die heiße Milch unter das Eigelb-Zucker-Gemisch. Das Ganze muss dann noch einmal erhitzt werden, kochen soll es allerdings nicht, bis die Masse schön cremig geworden ist. Während diese dann abkühlt, löst man den Matcha im heißen Wasser auf und vermischt ihn mit der Masse. Zum Schluss hebt man die halb steif geschlagene Sahne vorsichtig unter.

Wenn man keine Eismaschine besitzt, kann man die fertige Matcha-Eismischung nach dem Abkühlen direkt einfrieren. Während des Einfrierens sollte man die Mischung jedoch immer mal wieder mit einer Gabel durchrühren, um zu verhindern, dass sich zu viele Eiskristalle bilden. Dadurch bekommt das Eis eine schön cremige Konsistenz. Wenn man das Eis mit einer Eismaschine zubereiten möchte, kommt die Mischung zuerst in den Kühlschrank und dann in die Maschine.

Für die Matcha-Waffeln benötigt man:

100 g Mehl
100 g Puderzucker
100 g Sahne
1/2 TL Matcha

Alle Zutaten werden miteinander vermengt. Den klebrigen Teig streicht man dann zu flachen Kreisen mit ca. 15 cm Durchmesser auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech aus. Kurz bei 180 Grad anbacken lassen und dann wird's tricky. Man muss die gebackenen Waffelböden nun vorsichtig vom Backpapier lösen und noch vorsichtiger in die vorbereiteten Waffelförmchen legen. Der warme Teig ist noch formbar, bricht aber sehr leicht, so dass mir von vier Waffeln leider nur zwei ohne Löcher und Brüche gelungen sind. Nun ist der Teig in den Förmchen und kann zuende gebacken werden, was vielleicht noch weitere 5 Minuten dauert. Man achte dabei darauf, dass er nicht zu dunkel wird. Der Matcha gibt den Waffeln einen schönen, leicht herben Beigeschmack.

Insgesamt ist das Matcha-Eis sehr sahnig und der herbe Grünteegeschmack und die Süße des Zuckers bilden eine schöne Geschmackskomposition, die das Eis sehr erfrischend macht.

matcha eis in einer matcha waffel mit himbeeren

Nun kommen wir zum Eis aus schwarzem Sesam am Stiel. Dazu braucht man:

80 g schwarzer Sesam, gemahlen (wer es vom Geschmack her nicht so intensiv mag, kann weniger Sesam verwenden)
4 Eigelb
100 g Feinstzucker
225 ml Vollmilch
225 g Sahne

In diesem Fall werden Vollmilch und Sahne direkt vermischt und zum Kochen gebracht, während das Eigelb und der Zucker wie schon beim Matcha-Eis schaumig geschlagen werden. Die vier Zutaten werden unter ständigem Rühren miteinander vermengt und nochmals erhitzt. Am Ende wird der Sesam untergehoben. Einfach, oder? Die fertige Eismischung kommt dann in Eis-am-Stiel-Förmchen und direkt ins Tiefkühlfach.

Eis aus schwarzem Sesam ist ziemlich reichhaltig, fast schon wie eine kleine Mahlzeit und dadurch weniger erfrischend als das Matcha Eis. Der Sesamgeschmack ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber einen Versuch sollte man wagen. Ich finde, es lohnt sich!

schwarzer sesam eis am stiel

Die Produkte zur Eiszubereitung wurden mir freundlicherweise von Tchibo im Rahmen der Blogparade zur Verfügung gestellt. Dabei waren eine Eiscreme-Maschine mit Portionierer, Eis-am-Stiel Silikon Förmchen, Eiswaffel-Förmchen und Eis-Sandwich-Stempel, für die mir bisher aber noch kein zündende, kulinarische Idee gekommen ist. Für die Eiscreme-Maschine war mein Tiefkühlfach übrigens nicht kalt genug, so dass die Eismasse nicht hart wurde. Von anderen Bloggern und Testern habe ich aber erfahren, dass die Eiscreme-Maschine bei ihnen tadellos funktioniert. Deswegen wird auch bei mir die Eiscreme-Testreihe fortgesetzt.

Die Themenwelt rund um Eis-, Smoothie- und Saftprodukte startet offiziell am 9. Juli. Die Tchibo Blogparade startet dann ebenfalls auf dem Tchibo Blog.

Nun wünsche ich viel Spaß dabei sich selbst am Eismachen zu probieren!