Mittwoch, 15. Januar 2014

Rezept: Okonomiyaki - japanische Pfannkuchen

Okonomiyaki - japanische Pfannkuchen
Okonomiyaki ist ein unheimlich leckeres und erstaunlich unkompliziertes Gericht, das ich während meiner Studienzeit durch japanische Austauschstudenten kennen und lieben gelernt habe. Damals dachte ich noch, es sei relativ schwer zuzubereiten, wurde dann jedoch durch eine Freundin und Halbjapanerin eines Besseren belehrt. Wir haben uns inzwischen bereits zweimal zum Okonomiyaki braten verabredet und beim letzten Mal habe ich sogar daran gedacht, meine Kamera einzustecken, um ein paar Schnappschüsse für Reiscracker zu schießen. Das Tolle an dem Gericht ist das Zusammenspiel von sehr vielen, sehr unterschiedlichen Geschmacksrichtungen durch all die Dinge, mit denen man die Pfannkuchen belegen kann. Also wer Lust hat auf ein Geschmackserlebnis, sollte Okonomiyaki unbedingt einmal ausprobieren.

Das Basisrezept von Okonomiyaki ist, wie bereits erwähnt, sehr unkompliziert. Wir haben uns nicht mit Mengenangaben aufgehalten, mit Gefühl geht's prima - ähnlich wie beim klassischen, deutschen Pfannkuchen. Man nehme für den Teig:

Mehl
Kohl (z.B. Spitzkohl)
Fischbrühe (die man aus Dashi-Pulver und heißem Wasser anrührt)
2-3 Eier
Wasser
Frühlingszwiebeln
getrocknete Zwiebeln
Salz

Die Fischbrühe ist wie Salz und getrocknete Zwiebeln zum Würzen, riecht sehr intensiv, aber keine Angst, so schmeckt sie nicht. Alternativ kann aber auf Gemüsebrühe verwendet werden, was ich allerdings noch nicht selbst ausprobiert habe. Je nach persönlicher Vorliebe kann man dem Teig noch weitere Zutaten hinzufügen, wie z.B. Speck, Shrimps, Tintenfisch, Fleischstreifen. Wir haben es jedoch bei der Basis belassen.

Der Kohl wird kleingeschnibbelt, am Besten in sehr feine Streifen, und mit den ebenfalls kleingeschnittenen Frühlingszwiebeln, den Eiern, der Fischbrühe, den getrockneten Zwiebeln, dem Salz und dem Wasser vermengt (Vorsicht! Nicht völlig ertränken, ein bisschen mit Gefühl). Dann wird solange Mehl hinzugegeben, bis die Konsistenz der Masse der von Pfannkuchenteig ähnelt. Der Okonomiyaki-Teig sollte nicht zu flüssig sein, dann bekommt man ihn nur schwer in Form und er zerläuft zu sehr in der Pfanne. Wird der Teig zu fest, kann man dies mit ein wenig mehr Wasser ausgleichen.

Zubereitung von Okonomiyaki

Zubereitung von Okonomiyaki

Okonomiyaki kann man natürlich in einer normalen Pfanne auf dem Herd zubereiten, wir hatten jedoch eine große, elektrische Tischpfanne zur Verfügung, in der man nach Belieben gleich drei oder sogar vier Pfannkuchen auf einmal braten konnte. Das macht mehr Spaß und bei einer Gruppe bis zu vier Personen muss niemand dem anderen beim Essen zusehen. Die Okonomiyaki werden dann von beiden Seiten gegaart, bis sie schön gebräunt sind.

Braten von Okonomiyaki

Und nun geht es ans "Belegen". Für das Topping brauchen wir:

Tonkatsu-Soße (gibt's in gut sortierten Asia-Läden)
jap. Mayonnaise (gibt's ebenfalls in gut sortierten Asia-Läden)
Katsuo-Bushi (gehobelter und getrocknete Fischflocken
Aonori (getrockneter Seetang)
eingelegter Ingwer

Beim Belegen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Tobt euch kreativ und kulinarisch aus, mit mehr oder weniger Belag, in schönen Mustern oder einfach wild drauf los. Denn am Ende zählt: Hauptsache es schmeckt. Was man auf den Bilder nicht sieht: die Fischflocken sind so hauchdünn und leicht, dass sie sich durch die Hitze der Pfannkuchen leicht bewegen. Ich finde das lustig, ist aber möglicherweise nicht jedermanns Sache.

Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

P.S.: Wer doch ein paar Mengenangaben benötigt, schaue sich einfach dieses Rezept auf Chefkoch.de an.

Okonomiyaki - japanische Pfannkuchen

1 Kommentar:

  1. Okonomiyaki habe ich auch schon öfters gemacht, allerdings so groß wie ich es in japan gegessen habe, und das war ein ziemlich großer Fladen *g* geht auch ganz einfach, Rezept kannste sogar auf meinem Blog finden. Schön das ich deinen entdeckt habe, endlich mal gleichgesinnte^^

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